Sonntag, 18. April 2021

Nachbericht zum Umwelt und Verkehrsauschuss


Neben der Antragsflut vom Bündnis für Dachau hat sich der Umwelt- und Verkehrsausschuss in der letzten Woche aber auch mit einigen wichtigen Themen beschäftigt. So war z.B. der Hochwasserschutz an der Amper und am Gröbenbach ein wichtiges Thema. Hier wurden von Wasserwirtschaftsamt mehrere mögliche Schutzmaßnahmen vorgestellt die nun weiter ausgearbeitet werden. Im Kern geht es um einen Deich (insb. um die Holzgartensiedlung zu schützen) und einen "Ablauf" für den Gröbenbach. Sobald es hierzu neue Infos gibt berichten wir hier darüber. 

Außerdem wurde die Verkehrsstatistik von der Polizeiinspektion Dachau vorgestellt. Auffällig ist, dass unter den Verletzten auffallend viele Radfahrer sind als schwächste Verkehrsteilnehmer (zum Teil auch ohne Einwirkung von KfZ) und dass sich die Unfallschwerpunkte verschieben (von der Uhde zur Gröbenriederstr. und von der Schleißheimer zur Sudetenlandstr.). Einige Ansätze zur Verbesserung des Verkehrs und zur Erhöhung der Sicherheit wurden durch die Polizei vorgestellt und werden mit Sicherheit in den nächsten Wochen intensiver diskutiert.

Eine Idee vom Kollegen Kress von den Grünen hat dann noch für eine wenig Belustigung gesorgt. Seine Idee war in der Joseph-Effner-Str. in Dachau Süd (die Straße wurde vor kurzem zur Fahrradstr.) solle man doch bitte Schilder aufstellen auf den ein Auto abgebildet und zu lesen ist "wir sind hier nur Gast". Damit die Autofahrer nicht immer die Radfahrer an hupen. Ach ja in dem Zusammenhang hatte Michael Eisenmann auch gleich noch die Idee ein Überholverbot für Radfahrer in der Alten Bayernwerkstr. einzurichten (das ist die Straße von DAH Süd nach Karlsfeld westlich der Bahn). Also dass Autos Radfahrer nicht mehr überholen dürfen. Beide Ideen wurden dann (erstmal) nicht weiterverfolgt.  

Ansonsten waren wie berichtet viele Anträge dabei, die in der derzeitigen Haushaltssituation einfach nicht leistbar sind. 


Schöne Grüße und bitte gesund bleiben!


Peter Strauch
Stadtrat

Donnerstag, 15. April 2021

Antragsflut vom Bündnis für Dachau in der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am 14.4.2021 nahezu komplett abgelehnt

Mit vier Anträgen wollte das Bündnis für Dachau die Dachauer BürgerInnen „beglücken“, drei davon ("Ehemaliges MD-Gelände - Verträgliche Bebauung ohne Bahnunterführung", "Radverkehrsförderung - Sonderprogramm Stadt und Land" und "Radverbindung nach Karlsfeld“) wurden komplett abgelehnt und der vierte Antrag ("Konzept zur Steigerung des Baumbestands auf öffentlichem Grund und grüne Straßenzüge") wurde nur deshalb angenommen, da sich die Stadtverwaltung im Vorfeld um eine externe Finanzierung bzw. Förderung des Vorhabens durch die Regierung von Oberbayern gekümmert hat.

Scheinbar ist dem Bündnis immer noch nicht bewusst, dass sich der Haushalt der Stadt Dachau in einer derartigen Schieflage befindet, dass neue zusätzliche Ausgaben, die nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune gehören, derzeit nicht möglich sind.

Stattdessen wurden Anträge gestellt, die sich vermutlich auf längere Zeit nicht durchführen lassen können.

Es wäre sowohl der Verwaltung als auch dem Gremium viel Zeit erspart geblieben, wenn man sich nicht mit solch kostenintensiven und damit nicht durchführbaren Anträgen auseinandersetzen hätte müssen.

Vielleicht setzt sich diese Einsicht auch irgendwann beim Bündnis für Dachau durch.

Norbert Winter
Stadtrat

Dienstag, 6. April 2021

Fehlende Parkplätze in der Altstadt


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Die CSU-Fraktion stellt folgende Anfrage:

Am 15.02.21 war im Münchner Merkur im Artikel „Ladeninhaber beklagen Parkplatzschwund“ die Aussage der Verwaltung zu lesen, dass „wo Parkplätze entstehen und wo welche wegfallen, sei Entscheidung des Stadtrates“. Da sowohl der Antrag des Bündnis für Dachau vom 23.09.2019 zur Umwandlung von PKW Stellplätzen in Fahrradabstellplätze, als auch der Antrag vom Bündnis für Dachau vom 09.01.2018 „Umwandlung von jährlich 2% der Parkplätze im Stadtgebiet zu Fuß- und Radwegen, ÖPNV und Grünflächen“ abgelehnt bzw. zurückgezogen wurde, stellt die CSU Dachau folgende Anfrage.

Ist es richtig, dass folgende Parkplätze ohne Beschluss des Stadtrates bzw. seiner Ausschüsse in den letzten 7 Jahren (zumindest temporär) weggefallen sind? Und ist dies mit den getroffenen Beschlüssen (siehe oben) vereinbar?

Augsburger Str. 34 vor Barbershop: 1 Parkplatz bei Bushaltestelle

Augsburger Str. 25 vor Palmieri: 1 Parkplatz im Sommer (Außengastronomie)

Augburgerstr. 8/ Wieningerstr.: 1 Parkplatz im Sommer (Außengastronomie), 1 Parkplatz dauerhaft (Lagerplatz)

Augsburgerstr. ecke Pfarrstr.: 2 Parkplätze vor Atrium Hörhammer

Konrad-Adenauer-Straße 14: 2 Parkplätze (Außengastronomie)

Pfarrstr. 14: 1 Parkplatz

Mittermayerstr. 35 – 55 mind. 7 Parkplätze wegen Fahrradstreifen


Mit freundlichen Grüßen,


Florian Schiller                                 Peter Strauch

Fraktionsvorsitzender                      Sprecher Umwelt- und Verkehrsausschuss

Montag, 22. März 2021

ERGÄNZUNGSANTRAG zum Antrag des Bündnis für Dachau „Datengrundlagen Einnahmenseite Haushalt“ vom 8.3.2021

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

nach Behandlung des Antrags der CSU-Fraktion zur Haushaltskonsolidierung wurde beschlossen eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern aus Stadtrats und Verwaltung einzusetzen. Die Erstellung einer vergleichenden Darstellung der Einnahmenseite wurde bereits am 8.3.2021 durch das Bündnis für Dachau beantragt. Um vernünftige und tragfähige Entscheidungen treffen zu können, ist eine gute und solide Datenbasis unabdingbar. Deshalb stellt die CSU Fraktion folgenden Ergänzungsantrag.

ANTRAG:


Die Verwaltung der Stadt Dachau stellt dar, wie sich die Ausgabenseite der Großen Kreisstadt im Vergleich zu anderen Städten in Bayern verhält. Dafür soll die folgende Auswahl an Großen Kreisstädten in Bayern herangezogen werden: Dinkelsbühl, Donauwörth, Germering, Fürstenfeldbruck und Erding.

Die Gesamtkosten je Einzelplan werden dargestellt und ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt. Gleichermaßen werden die Personalaufwendungen nach Einzelplänen bzw. Ämtern dargestellt und ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gebracht. Sollten diese Daten auch auf Ebene von Hauptabteilungen/Abteilungen zugänglich sein, so kann dies auch auf dieser Detailebene aufgezeigt werden.

Um die Diskussionen über den Haushalt in den Fraktionen zielführend gestalten zu können, müssen die Information den Stadträten vor der Sitzung des „Konsolidierungsgremiums“ vorliegen.

BEGRÜNDUNG:

Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus kann helfen den Fokus der Diskussionen von Anfang an zu schärfen. Damit ist gewährleistet, dass eventuelle Übereinkünfte zur Wiederbesetzung frei werdender Stellen oder der Entschluss in bestimmten Bereichen künftig keine neue Stellen zu schaffen durch externe Vergleichsgrößen begleitet werden.

Haushaltsmäßige Auswirkungen:

Keine, da mit internem Personal abdeckbar.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Schiller                         Peter Strauch

Fraktionsvorsitzender              Stadtrat

Freitag, 19. März 2021

Städtebaulicher Ideenwettbewerb "Bahnhof und Bahnhofsumfeld Dachau"

In der Sitzung des Ferienausschusses stand der o.g. Punkt auf der Tagesordnung. Die aktuelle Situation wird gut im Artikel der SZ Dachau vom 18.3.2021 beschrieben.

zum Artikel hier klicken

Montag, 15. März 2021

ANTRAG: Stadtteilbezogene Evaluierung Abstandsflächen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Die CSU-Fraktion stellt folgenden Antrag:


Die Stadtverwaltung evaluiert die zum 1. Februar 2021 in Kraft getretene Satzung zu Abstandsflächen in der Stadt Dachau über einen Zeitraum von 12 Monaten. Aus dieser Evaluierung soll stadtteilbezogen hervorgehen, ob und wie die angewendeten Abstandsflächen von der vorher geltenden gesetzlichen Regelung abweichen. Konkret: in welchen Fällen wurde Baurecht im Vergleich zur Altregelung reduziert? Ferner ist im Rahmen der in einem Jahr vorzulegenden Evaluierung darauf einzugehen, in welchen Stadtteilen ggf. eine Anwendung der gesetzlichen Regelung, oder einer angepassten stadtteilbezogenen Satzung Sinn machen könnte – zum Beispiel, weil der Gebietscharakter von der neuen gesetzlichen Regelung besser abgebildet wird, als von der derzeit für das gesamte Stadtgebiet geltenden Satzung. Dies auch vor dem Hintergrund der rechtlichen Situation; dazu soll auf die Verfahren eingegangen werden, welche zu o.g. Themenkomplex im Stadtgebiet oder bei vergleichbarer Konstellation anhängig sind bzw. dargestellt werden, welche Urteile ggf. bereits ergangen sind.

Begründung:

Auf die rechtliche Problematik einheitlicher Satzungen, die sich über ein gesamtes Gemeinde- oder Stadtgebiet erstrecken, hatte bereits der Städtetag in seiner Handreichung zur Novellierung der Bayerischen Bauordnung hingewiesen. Die CSU-Fraktion steht nach wie vor kritisch zu einer Satzung, Antrag CSU-Stadtratsfraktion die nicht auf gebietstypische Besonderheiten eingeht. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die für die Stadt Dachau beschlossene Satzung im Vergleich zur alten gesetzlichen Regelung strengere Maßstäbe anlegt, d.h. Baurecht wird in bestimmten Konstellationen eingeschränkt. Dies war nicht Intention der Novelle der Bayerischen Bauordnung, und sollte auch nicht durch eine Satzung so vollzogen werden. Insofern interessiert es, ob sich diese Befürchtung in der Praxis materialisiert hat. Haushaltsmäßige Auswirkungen: Keine, da die Bearbeitung intern durch die Stadtverwaltung erfolgen kann. 

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Schiller                     Gertrud Schmidt-Podolsky 

Samstag, 27. Februar 2021

Ferienausschuss bringt wichtige Bauprojekte auf den Weg

An der Augsburger Straße soll ein neues Gebäude mit sieben Stockwerken entstehen. Es dient als räumliche Fassung an der prägnanten Straßenkreuzung. Ein solch markantes Gebäude benötigt eine besondere architektonische Gestaltung. Die Planungsziele der Stadt und des Bauherrn sehen dies vor, auch eine vertikale Begrünung.

Seit der ersten Vorstellung des Projektes hat der Bauwerber ein neues Nutzungskonzept vorgelegt. Fussläufig zur Altstadt, angebunden durch zwei Buslinien direkt vor der Haustüre im 10-Minutentakt, soll hier eine Seniorenwohnanlage mit ca. 60 Appartements und Gemeinschaftsräumen errichtet werden. Ergänzt wird die Wohnanlage durch ein öffentlich zugängliches Café.

Mit diesem sozialpolitisch äußerst interessanten Projekt kann eine große Versorgungslücke im Mietwohnungsangebot in Dachau gemildert werden.

Die CSU-Fraktion hat deshalb auch dem Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan zugestimmt. Wir haben jedoch in der Diskussion deutlich gemacht, dass ein solch dominantes und Stadtbild prägendes Bauwerk durch einen Gestaltungsbeirat begleitet werden sollte. Aus diesem Grund haben wir als CSU- Fraktion unseren Antrag auf Einrichtung eines Gestaltungsbeirat erneut gestellt.

Wir sind überzeugt, mit der fachlichen Expertise eines solchen Gremiums den Dialog mit der Bürgerschaft und damit die Akzeptanz für verträgliche Verdichtung zu unterstützen.

Einen entscheidenden Schritt weiter ist nun auch der vorhabenbezogene Bebauungsplan für den Neubau Wohn- und Geschäftshaus mit Kindergarten. Seit Dezember 2019 ist dieses Projekt in der Pipeline und konnte nun endlich durch den einstimmig gefassten Aufstellungsbeschluss ins Verfahren gehen.

Auch die Zukunft des TSV-1865-Stammgeländes steht aktuell zur Debatte.

Zusammen mit angrenzenden städtischen Flächen wird per Beschluss ein neuer B-Plan Augustenfeldzentrum Teil 1, ehem. Sportgelände entwickelt. Unsere Fraktion hat ausdrücklich daraufhin gewiesen, dass die zukünftige Erschließung laut Gutachten über die bestehenden Straßen nicht gewährleistet ist.

Ein weiteres Zukunftsprojekt für unsere Stadtbau GmbH wurde durch den Beschluss, Teile des uralten B-Plans von 1962 zu überarbeiten, auf den Weg gebracht. Im Bereich Fünfkirchner/Würmstraße soll nachverdichtet werden. Im wesentlichen sieht das Konzept Abriss und Neubau mit einem zusätzlichen Geschoss.

Auf Nachfrage der CSU-Fraktion, ob die Verwaltung den gesamten alten B-Plan überarbeitet, antwortete der Bauamtsleiter sehr ausweichend. Es ist also davon auszugehen, dass beabsichtigt ist, nur auf Antrag in einzelnen Teilbereichen ggf. tätig zu werden.

 

Gertrud Schmidt-Podolsky

Sprecherin Bau-Planungsausschuss

Haushaltskonsolidierung 2021-2024

Die CSU-Fraktion hatte dem Haushalt 2021 im letzten Dezember zugestimmt. Und dies, obwohl der Verwaltungshaushalt mit einem Defizit von 8 Millionen Euro veranschlagt worden war. Das heißt, die Einnahmen reichen nicht aus, um das laufende Geschäft zu bedienen, von Investitionen ganz zu schweigen. Die Zustimmung erfolgte vor dem Hintergrund, dass etliche Sparmaßnahmen bereits ergriffen worden waren: 

  • Haushaltssperre 2020
  • Stop von Stellenneubesetzungen in 2020
  • Zurückhaltung bei der Schaffung neuer Stellen für 2021
  • Verzicht auf die Rathauserweiterung Zieglerbräu
um nur die wichtigsten Punkte zu nennen. Nun ist es aber so, dass auch die mittelfristige Finanzprognose bis 2024 ähnlich düster aussieht. Letztlich heißt das: Fokus auf Pflichtaufgaben. Für eine Stadt, die aber auch von Kultur, sozialer Balance und Freizeitangeboten lebt, wäre ein solches Szenario auf Dauer fatal. Deshalb gilt es den Gürtel enger zu schnallen und die laufenden Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Ansonsten wären beispielsweise wichtige Investitionen in Sportstätten auf absehbare Zeit nicht genehmigungsfähig.

So lautete der Antrag unserer Fraktion Eckpunkte durch die Verwaltung für eine Konsolidierung des Verwaltungshaushalts zu erarbeiten, um dann Mitte des Jahres konkrete Maßnahmen zu beraten und zu beschließen. In der Sitzung des Ferienausschusses am 24.2.21 weigerte sich OB Hartmann partout, seitens der Verwaltung Vorschläge ausarbeiten zu lassen. In München war vor einigen Monaten genau ein solches Vorgehen erfolgt. Eine Zielvorgabe zu machen und den Prozess anzuführen, lehnt der Dachauer OB hingegen ab und sieht die Zuständigkeit beim Stadtrat. Nach intensiver Diskussion einigte sich der Ferienausschuss einstimmig auf die Einsetzung einer Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Fraktionen, sowie den jeweiligen Amtsleitern, also Stadtrat und Stadtverwaltung gemeinsam. Diese Arbeitsgruppe soll pro Einzelplan des Haushalts eine Vorgabe zum Einsparen erarbeiten und Anregungen für Maßnahmen geben. Diese sind dann von den Fachausschüssen näher zu beleuchten und ggf. zu beschließen. Aus der Bündnis-für-Dachau Fraktion wurde angeregt, auch die Einnahmeseite zu betrachten, was auch von Seiten der CSU-Fraktion unterstützt wird. In der aktuellen Situation müssen alle Einflussfaktoren auf den Prüfstand. Angenehme Diskussionen, oder bejubelte Entscheidungen wird es sicherlich nicht geben können, ist doch jeder Schritt hin zu einem wieder tragfähigen Haushalt mit einschneidenden Veränderungen verbunden. Das einstimmige Votum ist zumindest ein erstes Zeichen, dass Parteipolitik in dieser Situation hintangestellt wird um gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.

 

Florian Schiller

Fraktionsvorsitzender

Freitag, 26. Februar 2021

Wir müssen Klimaschutz ernster nehmen


Am 24.03.21 hat der Ferienausschuss über die Schaffung der Stelle eines Klimaschutzbeauftragten beraten. 

Der Klimaschutzbeauftragte soll für 2 Jahre befristet eingestellt werden und wird intensiv durch den Bund gefördert. Aus Sicht der CSU-Fraktion ist die befristete Einstellung eines Klimaschutzbeauftragten lange nicht genug, um die enormen Herausforderungen des Klimawandels und des Klimaschutzes zu bewältigen.

Auf Nachfrage, welche Aufgaben der Beauftragte hätte und wo er eingesetzt wird, waren die Gesichter von OB und Verwaltung etwas ratlos. Die Antwort war: "Darüber habe man sich noch keine konkreten Gedanken gemacht".

Deshalb unsere Forderung: Diese Stelle sollte direkt unter dem Oberbürgermeister als Stabstelle mit Durchgriffsrecht ausgestattet sein (kein zahnloser Tiger)! Und die Stelle muss längerfristig angelegt sein als zwei Jahre. Denn in zwei Jahren ist die Problematik Klimaschutz nicht erledigt. Aber, auch das haben wir deutlich zum Ausdruck gebracht, die Stelle muss nach dem Förderzeitraum weiter bestehen bleiben, ohne zusätzlich Kosten zu verursachen. 

Peter Strauch

Stadtrat

Donnerstag, 28. Januar 2021

Abstandsflächensatzung in Dachau gegen die Stimmen der Dachauer CSU beschlossen

Am 27.2.2021 stand in der Stadtratssitzung der Erlass einer eigenen, für Dachau gültigen Abstandsflächensatzung auf dem Programm.

Die Satzung wurde nach Ansicht der Stadtverwaltung nötig, um die in der ab dem 1.2.2021 gültigen Bayerischen Bauordnung (BayBO) festgesetzten Abstandsflächen zu umgehen und größere Abstandsflächen zu ermöglichen. Die Abstandsflächen betragen demnach nicht 40% der Wandhöhe, wie in der BayBO festgesetzt, sondern 80%. Ebenso werden die für Gewerbegebiete festgesetzten Werte verdoppelt.

Dies hat zur Folge, dass die Absicht des Gesetzgebers, nämlich den schon vorhandenen Bauraum durch geringere Abstandsflächen zu verdichten, konterkariert wird.

Nach eingehender Überprüfung und Beratung der Dachauer CSU-Fraktion wurde von uns festgestellt, dass in Zukunft manche Bauherren bei bestimmten gängigen Häuserformen sogar größere Abstandsflächen einzuhalten haben als nach der noch gültigen BayBO.

Dies ist nicht im Sinn der Dachauer CSU.

Vielleicht hätte den Unterstützern der Dachauer Abstandsflächensatzung der berühmte „Blick über den Tellerrand“ geholfen, indem sie sich die Bauordnungen der restlichen 15 Bundesländer zu Gemüte geführt hätten. In 14 von 15 Bundesländern gelten schon die 40% der Wandhöhe, respektive 20% bei Gewerbeflächen, nur Niedersachsen schert ein wenig aus, indem dort 50% und 25% gefordert sind.

Dachau beschreitet in dieser Hinsicht leider den Weg des alten Zopfes und will möglichst wenig Änderungen zulassen. In der gesamten Bundesrepublik wird versucht, dem Flächenfraß durch entsprechende Bauordnungen Herr zu werden, auch der bayerische Gesetzgeber beabsichtigte dies mit seiner neuen BayBO.

Mit Ausnahme der CSU Dachau wollte dies jedoch niemand in der Abstimmung, sogar die Grünen, die im Dezember 2020 noch einen Gesetzentwurf in den Landtag gegen den Flächenfraß in Bayern eingebracht hatten, stimmten für die Dachauer Abstandsflächensatzung. Aber auch alle anderen Parteien, die sich sonst immer besonders frenetisch für den Naturschutz einsetzten, stimmten mit.

Eine erstaunliche Wendung aus Sicht der Dachauer CSU.

Norbert Winter
2. stellv. Fraktionsvorsitzender


Mittwoch, 9. Dezember 2020

Haushaltsrede 8. Dezember 2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Kolleginnen und Kollegen, sowie Damen und Herren der Stadtverwaltung,

zunächst gilt der Dank meiner Fraktion der Stadtverwaltung mit der Kämmerei, sowie dem Stadtkämmerer Ernst für die Vorbereitungen zum heutigen Haushaltsentwurf.

Dieser Haushalt 2021 ist erneut eine Zäsur. Eine negative Zäsur. Vor einem Jahr war es die Aussicht auf einen defizitären Verwaltungshaushalt in Höhe von 1,6 Millionen €, wohlgemerkt in der Zeit von Hochkonjunktur und Einnahmerekorden, die mit den Worten von Mark Twain wie folgt beantwortet wurde: „Von jetzt an werde ich nur so viel ausgeben, wie ich einnehme - und wenn ich mir Geld dafür borgen muss.“

Meine Fraktion hat diesen Lösungsweg bereits letztes Jahr samt dem Haushalt 2020 abgelehnt. Wo steht die Stadt nun aber heute? 

Für den Haushalt 2021 mussten nun notwendige Investitionen, die nur mehr mit Kredit finanziert werden können, von der Aufsichtsbehörde vorab erst genehmigt werden. Das, was ich im letzten Jahr angemahnt hatte, nämlich dass wir als Stadträtinnen und Stadträte alles tun müssen, um die Gestaltungskraft für unsere Stadt zu erhalten, das ist nun leider vorerst gescheitert.

So konnten wir uns bei den Haushaltsberatungen nicht mehr darüber austauschen, welch sinnvolle Projekte schon bald verwirklicht werden sollen, nein, wir haben uns darüber streiten müssen, was aus dem Haushalt herausfliegt. Und in den Folgejahren sieht es leider nicht besser aus: 2022, 2023, 2024: es bleiben tiefrote Zahlen im Verwaltungshaushalt.

Was auf Initiative meiner Fraktion daher gemacht wurde, ist eine Art Notoperation: durch den Stopp des wohl teuersten städtischen Bauprojekts aller Zeiten, der Rathauserweiterung, die mit 30 Millionen € locker zu Buche geschlagen hätte, haben wir die Hoffnung, zumindest wieder in die Reichweite eines ausgeglichenen Haushalts zu kommen. Das, um in mittlerer Zukunft wieder handlungsfähig zu sein.

Für den Bau von Sportstätten für tausende Dachauerinnen und Dachauer. Dafür, um unsere vielfältige Kulturszene auch weiterhin unterstützen zu können. Und, um auch weiterhin eine Stadt mit freiwilligen Angeboten im Sozialbereich sein zu können. 

Ich bin dankbar, dass Sie Herr Oberbürgermeister persönlich auch diese sicherlich nicht einfache Entscheidung mitgetragen haben, denn Sie stehen ja wir alle bei den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung im Wort, wenn es um angemessene Arbeitsplatzverhältnisse geht. In diesem Zusammenhang ist es mir jedoch schleierhaft, warum bis heute noch kein großer Wurf in Sachen Home Office-Regelung und Shared-Space Arbeitsplätzen gelungen ist? Sicher, es ist ein Paradigmenwechsel von der Stechuhr und dem Kontrollblick über die Schulter hin zu Vertrauensarbeitszeit und Bewertung der tatsächlichen Arbeitsleistung zu kommen. Es erfordert Kreativität und Kraft, um Arbeitsabläufe zu digitalisieren, um dicke Aktenschränke überflüssig zu machen. Nur, wann, wenn nicht jetzt? Die CSU-Fraktion ist sich sicher, dass in einer klugen Dienstvereinbarung Arbeitszufriedenheit ermöglicht wird, indem Flexibilität in Sachen Home-Office mit dem Zugeständnis eines wechselnden Büroarbeitsplatzes gepaart wird. Erst wenn das umgesetzt ist, lässt sich objektiv bewerten, ob und wenn ja wieviel Erweiterungsbedarf tatsächlich besteht. Mittelfristig lässt sich diesem mit Mietlösungen begegnen.

Zurück zum vorgeschlagenen Haushalt: es ist unbegreiflich, weshalb auch in einem solchen Jahr wieder unterm Strich Personalmehrungen stehen, die zu 300.000 € Mehrkosten führen? Schließlich ist der Verwaltungshaushalt nun mit knapp 8 Millionen € im Defizit. Corona bedeutet 5 Millionen € weniger Steuereinnahmen als in 2020. Man sieht aber deutlich, dass das Strukturproblem, das sich auch schon vor zwei Jahren abgezeichnet hat, tiefer sitzt als Corona. 

Ich zitiere aus meiner Haushaltsrede vom 11. Dezember 2018: 

„Der Haushalt sieht nur auf den ersten Blick gesund aus. Auf den zweiten Blick sind strukturelle Schwächen erkennbar, die uns im nächsten Abschwung böse auf die Füße fallen können:

- Die durchschnittlichen Gewerbesteuereinnahmen sind seit 10 Jahren trotz Dauerboom nur konstant
- Die Personalkosten steigen wieder stärker als die Steuereinnahmen
- Die Freie Spitze, also der Überschuss im Verwaltungshaushalt ist überschaubar“, Zitat Ende.

Es war frustrierend, dass die mahnenden Worte meiner Fraktion stets als übertriebene Panikmache abgetan wurden, selbst in diesem Frühjahr. Auch uns ist klar, dass in Dachau die Rücklagen seit Peter Bürgels Zeiten die Bankschulden übersteigen, also Dachau de facto seit weit über 10 Jahren schuldenfrei ist.

Nur, was hilft es, wenn festzuhalten bleibt: wir haben heute zu wenig Einnahmen um die zu hohen Ausgaben zu decken. Und was bleibt? Es muss nun zwangsweise bei den Investitionen gespart werden. Denn Steuern und Abgaben erhöhen ist für eine Kommune kein wirklich praktikables Instrument. Letztlich zahlt dann aber doch der Bürger die Zeche: nicht in Form von Steuererhöhungen, sondern in Form von Infrastruktur, die nicht mehr für die Zukunft taugt, Stichwort marode Sportstätten.

Zum Thema Sport: es sollte Ihnen allen zu denken geben, dass es vor 3 ½ Jahren einen Beschluss gab, ein Eisstadion zu bauen und dass bis heute kein Spatenstich getan werden konnte: stattdessen wurde politisch taktiert, von der Verwaltung mussten Gegenmodelle geprüft werden, um heute feststellen zu müssen, dass es haushaltsrechtlich bis auf Weiteres kein Eisstadion für zehntausende Eisläuferinnen und Eisläufer geben wird.

„Politik ist ein schwieriges Geschäft, und es soll sich niemand beklagen, der es freiwillig beginnt.“ sagte einst Günter Grass.

Klagen will ich hier auch nicht. Und resignieren kann auch keine Lösung sein. Nein, wir als Stadt sollten alles, ich betone alles, unternehmen um aus dieser Misere wieder herauszukommen. Dazu gehört es, Land und Bund, die sich gerade zum schwindlig werden verschulden, auf Ihre Verantwortung für die Kommunen hinzuweisen und mehr Geld zu fordern. Dazu gehört auch, dass der Landkreis sorgsam wägt, welche Projekte finanzierbar und den Kommunen über die Kreisumlage zumutbar sind, es gehört aber zuvorderst dazu, dass wir als Stadt im Rahmen unseres eigenen Entscheidungsspielraums konsolidieren! 

Die Stadt München hat diesen Weg bereits eingeschlagen und spart bei den laufenden Ausgaben. Wir als CSU-Fraktion fordern daher einen Fahrplan, eine Strategie für die Konsolidierung. 

Wie und bis wann wollen wir aus dem Defizit herauskommen?
Welche Maßnahmen sind dazu geeignet?

Wir stellen mit dem heutigen Tage einen Antrag, so dass im ersten Halbjahr 2021 ein solcher Konsolidierungsfahrplan mit Maßnahmen von der Verwaltung vorbereitet und letztlich vom Stadtrat beraten und beschlossen wird. Und wir hoffen auf eine breite Mitwirkung, liebe Kolleginnen und Kollegen. 

Heute, mitten in der Corona-Krise ist die Zeit des Zusammenstehens und der Solidarität. Für uns ist diese Solidarität aber auch mit der Forderung verbunden, dass wir künftig gemeinsam wieder auf einen soliden Pfad zurückkehren. Im Vertrauen darauf stimmen wir dem Haushalt 2021 zu.

Nachdem dies so ein außergewöhnliches Jahr ist, mit all seinen Facetten - Sie wissen wovon ich spreche - nachdem das so ist und wir keine Weihnachtsfeier abhalten können, lassen Sie mich noch einen persönlichen Wunsch äußern, den ich in Form eines kurzen englischen Spruchs vor Kurzem gehört habe: „I’m looking forward to the time when Corona is a beer and Donald is a Duck again!“

Mit diesem Zitat, darf ich Ihnen und Ihren Familien an dieser Stelle ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und vor allem Gesundheit für das Jahr 2021 wünschen!

Florian Schiller
Vorsitzender CSU-Stadtratsfraktion Dachau

ANTRAG: Konsolidierungsfahrplan Verwaltunghaushalte

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die CSU-Stadtratsfraktion stellt folgenden Antrag:

Die Stadtverwaltung möge im Laufe des ersten Halbjahrs 2021 unter Beobachtung der sich entwickelnden Einnahmen- und Ausgabenlage des städtischen Haushalts Eckpunkte für einen Konsolidierungsfahrplan für die künftigen städtischen Verwaltungshaushalte ausarbeiten. Diese Eckpunkte werden zusammen mit konkreten Maßnahmenvorschlägen im Mai 2021 zur Beratung und im Juni 2021 zum Beschluss im Stadtrat vorgelegt.

BEGRÜNDUNG:

Auf Grund des defizitären Verwaltungshaushalts (rund 8 Millionen Euro Defizit gemäß Beschlussvorlage zum Haushalt vom 8. Dezember 2020) ist die Stadt Dachau in ihrem Gestaltungsspielraum für dringend benötigte Investitionen und Zuschüsse (Stichwort marode Sportstätten der beiden Vereine TSV und ASV) nicht nur stark eingeschränkt, sondern weitgehend handlungsunfähig. Dieser Zustand wird sich gemäß der mittelfristigen Finanzplanung bis 2024 nicht bessern. Frühestens 2025 wieder Gestaltungsspielraum zu haben, ist aus Sicht der CSU-Fraktion zu spät, um wichtige Vorhaben auf den Weg zu bringen. Deshalb ist es unabdingbar, bereits 2022 oder 2023 wieder einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt beschließen zu können. Die derzeitigen Bemühungen reichen gemäß mittelfristiger Finanzplanung nicht aus und müssen intensiviert werden. Die Landeshauptstadt München hat - in ähnlicher Situation, aber anderer Dimension - bereits einen solchen Weg eingeschlagen. Dort werden beispielsweise frei werdende Stellen systematisch nicht mehr nachbesetzt und es wird in größerem Umfang bei den Sachkosten gespart.

HAUSHALTSMÄSSIGE AUSWIRKUNGEN:

Zunächst keine, in der Folge hoffentlich positive Auswirkungen

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Schiller                     Gertrud Schmidt-Podolsky
Fraktionsvorsitzender          1. Stv. Fraktionsvorsitzende

Montag, 7. Dezember 2020

CSU-Fraktion gegen Verbot von Feuerwerk im Jahr 2020

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutierte über das Silvester-Feuerwerk 2020. Einigkeit herrschte im Gremium, dass große Menschenansammlungen zu vermeiden sind. Deshalb appellierten auch Vertreter mehrerer Fraktionen an die BürgerInnen, besondere Umsicht und Vorsicht walten zu lassen. Nicht zuletzt deshalb, um Unfälle zu vermeiden und so auch das Krankenhaus nicht zusätzlich zu strapazieren.

Für die CSU-Fraktion machte ich deutlich, dass ein generelles Verbot – ungeachtet der Frage der Zuständigkeit, dieses für das gesamte Stadtgebiet zu verhängen – 2020 nicht in Frage kommt. Die Leute sind bereits jetzt mit zahlreichen Einschränkungen, Geboten und Verboten konfrontiert.

Unabhängig von Corona bleibt allerdings festzuhalten, dass gerade das Böllern über viele Stunden am Silvestertag und noch an Neujahr für die Tiere eine Belastung ist; ebenso wird eine große Feinstaubbelastung erzeugt. Für mich gehört allerdings ein Feuerwerk zu Silvester. Wenn es sich regeln ließe und sich ein breiter Konsens in der Bevölkerung fände, wäre mir und etlichen Mitgliedern der CSU-Fraktion ein zentrales Feuerwerk am liebsten.

Florian Schiller
Fraktionsvorsitzender

Freitag, 27. November 2020

Nicht mit der CSU!

Massive Erhöhung der Kindergartengebühren gegen die Stimmen der CSU in der Sitzung des FSA am 26.11.20 endgültig beschlossen. 
 
Dies, obwohl sich alle Elternbeiräte der städtischen Kindergärten und auch der AWO-Kindergärten gegen eine Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt und in dieser Höhe aussprachen.

Elisabeth Zimmermann, Familienreferentin bis April diesen Jahres, brachte ihre langjährige Erfahrung in die Diskussion ein.

Mit großem Bedauern stellte sie allerdings nach der Abstimmung fest: Mit diesem Beschluss wird das sogenannte Gute-Kita-Gesetz in Dachau zu Lasten der Familien ausgehebelt.


Gertrud Schmidt-Podolsky

Dienstag, 17. November 2020

Leserbrief zum Kommentar von Frau Putzger in der SZ Dachau vom 13.11.2020

Das Haushaltsrecht für bayerische Kommunen ist nicht immer intuitiv erfassbar. Gerade in Zeiten knapper werdender Einnahmen, wenn es darum geht, die Haushaltsplanung wieder in Einklang mit den Vorgaben zu bringen, ist deshalb kein erklärendes Wort eines zu viel. Die Berichterstattung der Dachauer SZ vom Freitag und die Kommentierung von Frau Putzger sind geradezu eine Aufforderung dazu.

Das Haushaltsproblem der Stadt Dachau ist ein Defizit im Verwaltungshaushalt, d. h. die Einnahmen reichen nicht, um die Ausgaben für die laufende Verwaltung zu bezahlen. Haushaltsrechtlich heißt das, dass Investitionen, die über Kredite finanziert werden müssen, nur noch für Pflichtaufgaben erlaubt sind. Neue Sportstätten für Vereine, obwohl dringend benötigt, sind leider keine Pflichtaufgabe. Eine Rathauserweiterung für 30 Millionen Euro auszusetzen ist daher nicht nur ein Signal wie es Frau Putzger schreibt. Nein, es ist die derzeit einzige Handlungsmöglichkeit um künftige Verwaltungshaushalte von siebenstelligen Kredittilgungen und -zinsen zu entlasten. Dadurch kann Dachau vielleicht schneller wieder in die Lage kommen, einen ausgeglichenen Verwaltungshaushalt zu erzielen, um dann endlich die für ASV und TSV notwendigen Neubauten zu unterstützen. Wenn man so will, ist es dieses Signal, was die Mehrheit inklusive Oberbürgermeister senden wollte.

Es ist nun an der Zeit, Digitalisierung, Home Office und Shared Space für die Stadtverwaltung zu etablieren. München zeigt gerade, wie es gehen kann, mit weniger Büroarbeitsplätzen den Wünschen und der Bereitschaft der Verwaltungsangestellten entgegen zu kommen. Für Dachau übersetzt heißt das weniger zusätzliche Büroräume als bisher geplant und punktuell für 5 oder 10 Jahre mit Anmietlösungen a la Bürgerbüro zu arbeiten. 

 

Florian Schiller
Fraktionsvorsitzender CSU-Stadtratsfraktion Dachau

Link zum Kommentar von Frau Putzger

Montag, 16. November 2020

Nachtrag zur Haushaltssitzung des Hauptausschusses

Zu o.g. Sitzung gibt es noch etwas Erfreuliches: Die anstehende Brandschutzsanierung im Gasthaus "Drei Rosen" mit Schützensaal wird um die Barrierefreiheit ergänzt.

Obwohl ca 170.000 € zusätzlich im Haushalt 2020/21 eingestellt werden müssen, hat das Konzept und die Vorstellung der beauftragten Architektin Heidi Lewald die Mitglieder des Hauptausschusses überzeugt. Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt sprach sich für die vorgestellte Maßnahme aus. In einem ersten Bauabschnitt wird mittels eines Außenaufzugs der Saal und der Schützenstand erschlossen. Ein Rollstuhl-WC komplettiert diese Baumaßnahme.

 

Gertrud Schmidt-Podolsky

Donnerstag, 12. November 2020

25 Millionen fürs neue Rathaus, aber Sport- und Kulturinvestitionen streichen? Nicht mit der CSU!

Bericht zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 11.11.2020


Der Haupttagespunkt der o.g. Sitzung war die Beratung des Haushalts der Stadt Dachau für das Jahr 2021.

Schon im Vorfeld wurden wir von OB Hartmann und Kämmerer Ernst darauf hingewiesen, dass der Haushalt, so wie er in der Beschlussvorlage vorgestellt wurde, von der Rechtsaufsicht des Landratsamtes nicht genehmigt werden würde.

Gründe dafür waren nach deren Aussage einerseits die massiven Ausgaben und andererseits die durch die Corona-Pandemie zurückgehenden Einnahmen.

Der Verwaltungshaushalt hätte ein riesiges Defizit!

Mehr als 7 Millionen Euro im nächsten Haushaltsjahr 2021. Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass auch die Finanzplanung von 2022 bis 2024 ähnlich erschreckende Finanzierungslöcher aufgewiesen hätte.

Aus Sicht der CSU Dachau ist es jedoch zu einfach, dieses gewaltige Defizit nur mit der Pandemie erklären zu wollen, denn eine Entnahme von 28 Millionen Euro aus den Rücklagen und eine zusätzliche Kreditaufnahme von 7,4 Millionen Euro sprechen eine deutlich andere Sprache.

Es war deshalb für uns klar, dass für einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2021 alle den Gürtel enger schnallen müssen. Angefangen von den Sportvereinen, über Musikvereine und Kultureinrichtungen bis hin zur Verwaltung.

So wurden zahlreiche Investitionskostenzuschüsse im Bereich Sport und Kultur auf Eis gelegt, was wir zähneknirschend mitgetragen haben. In Zeiten leerer Kassen geht es leider nicht anders. Als allerdings dann im Bereich des Bauetats die geplante Rathauserweiterung zur Diskussion stand und diese Erweiterung von uns mit der Begründung abgelehnt wurde, dass man auf der einen Seite nicht dem Sport und der Kultur die Mittel streichen kann und sich dann selbst eine Rathauserweiterung mit Gesamtkosten von 25 bis 30 Millionen Euro genehmigen kann, forderten das Bündnis für Dachau, die Grünen und die SPD Dachau massiv, die Planungskosten für das Projekt beizubehalten.

Bei der nach der Diskussion erfolgten Abstimmung kam dann eine faustdicke Überraschung, die Einstellung von Geldern für die Erweiterung wurde mit den vier Stimmen der CSU mit acht zu sieben abgelehnt und die achte Stimme kam von OB Hartmann.

Vielen Dank an den OB für diese Weitsicht.



Gertrud Schmidt-Podolsky

Norbert Winter